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Donnerstag, 18. Juli 2002
Wir fuhren zeitig in der Früh zum finnischen Luftfahrtmuseum,
wo wir eine spezielle Führung bekamen. Uns wurden sogar die
für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Keller
und Werkstätten des Museums gezeigt.
Am Nachmittag besuchten wir den finnischen Science-Park "Heureka",
wo wir uns physisch und mental anstrengen durften.
Bevor wir in einem großartigen mexikanischen Restaurant unser
Abendessen zu uns nahmen, konnten wir der weltweit einzigartigen
und sehr beeindruckenden Felsenkirche einen Besuch abstatten.
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Freitag, 19. Juli 2002
Ein gecharterter Bus brachte uns an diesem Morgen ins Landesinnere
nach Räyskälä. Eigentlich findet man in Räyskälä
nichts außer Wald und Wasser, außer man ist an der Fliegerei
interessiert. In Räyskälä sitzt das Flugsportherz
Finnlands und somit auch das "Finnish Sport Aviation Institute".
Aus diesem Grund konnten wir an diesem Freitag den nationalen Fallschirmspringer-
und Skydiver-meisterschaften beiwohnen.
Wir hatten ebenso die Gelegenheit, die finnische Natur näher
kennen zu lernen.
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Sonntag, 21. Juli 2002
An diesem verregnetem Morgen machten wir einen kleinen Rundflug
mit einer Cessna 172, um Impressionen des "Land der Tausend
Seen" einzufangen.
Als sich das Wetter besserte, konnten wir mit einem Freund der Organisatoren
eine für mich ganz neue Sportart durchführen: "Parasailing"
. Mit seinem alten Mercedes zog uns Jari Lethi auf zirka 50 Meter
hoch - für mich ein völlig neues Gefühl am Fallschirm
zu hängen - ganz allein.
Nachdem unser echt spannender und unterhaltender Landewettbewerb
beendet war, begann unsere lange Reise in Richtung Polarkreis.
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Nach einem tiefen Anflug in Ivalo angekommen, fuhren wir einige
Kilometer per Auto weiter nach Saariselkä, wo wir im "Holiday
Club", einem großartigen Resort Hotel, eincheckten.
Am Abend genossen wir die reine Natur. Wir wanderten auf den höchsten
Hügel in der Umgebung, um bei der Mitternachtssonne einen gewaltigen
Rundumblick über Lappland zu erhalten. Und es war wirklich
so. Kein Haus, keine Stromleitung, kein Auto. Nur die Natur Lapplands.
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Montag, 22. Juli 2002
Als wir nach vierzehn Stunden im Nachtzug endlich in Rovaniemi aussteigen
konnten, wartete bereits eine Delegation der finnischen Luftstreitkräfte
auf uns, die uns zum "Finnish Air Force Lapland Air Command"
in Rovaniemi brachte. Nach sehr interessanten Vorträgen über
die finnische Landesverteidigung konnten wir die "BAe Hawk"
Jet-Trainer sowie die "Boeing F/A-18 Hornet" Abfangjäger
in den bombensicheren Hangars des Stützpunktes genauestens
besichtigen. Bevor es zum Mittagessen in das Offizierskasino ging,
konnten wir noch kurz in den Flugzeugen Platz nehmen.
Nach dem Essen führten wir unsere Reise weiter fort in Richtung
Ivalo, das zweihundert Kilometer nördlich des Polarkreis liegt.
Aber diesmal nicht per Zug, sondern per "Fokker 27 Troopship",
dem Transportflugzeug der Air Force in VIP-Bestuhlung.

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Dienstag, 23. Juli 2002
An diesem Morgen flogen wir zurück nach Rovaniemi. Aber nicht
normal: Jyrki, ein finnischer Hawk-Pilot und Kopf unserer militärischen
Begleitung, fragte die Militärpiloten, ob wir nicht etwas Besonderes
machen könnten. So flogen wir bei beachtlichen Turbolenzen
mit 450 km/h in 500 ft (150 m) über Grund durch die Täler
der Hügellandschaft Lapplands. Einfach faszinierend!
In Rovaniemi angekommen, besuchten wir das "Arktikum, the vibrant
center of the arctic region".
Als nächster Punkt stand etwas ganz und gar nicht Normales
am Programm: Besuch beim echten Santa Claus in seinem Christmas
Village genau am Polarkreis.
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Mittwoch, 24. Juli 2002
Wir gingen das letzte Mal an Bord der Fokker 27 des finnischen Militärs,
welche uns zur Kauhava Air Force Base brachte. In Kauhava ist Finnlands
"Top Gun", die Finnish Air Force Academy, sowie das finnische
Kunstflugteam "Midnight Hawks" angesiedelt.
In der Kauhava Air Force Base wurden wir von unseren Gastgebern
herzlichst empfangen. Bevor wir auf unsere sehr guten Militärunterkünfte
gebracht wurden, empfing uns der Kommandant des Stützpunktes
(welcher auch der Teamleader der "Midnight Hawks" ist)
mit einigen Worten.
Am Nachmittag durften wir uns an dem dort stationierten "BAe
Hawk"-Simulator im Normal- und Kunstflug testen. Als krönenden
Abschluss wollten uns die echten Hawk-Piloten zeigen, welche Notfälle
auf diesem Simultor wirklich geübt werden. Jedoch dachten sie
nicht an den Vorführeffekt und stürzten kläglich
ab.
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Donnerstag, 25. Juli 2002
Am Morgen konnten wir einem typischen Missionbriefing (Vorbesprechung
einer Mission - wie in Filmen) beiwohnen. Danach wurden wir auf
allen Maschinen, die am Stützpunkt vertreten waren, eingewiesen:
BAe Hawk, Valmet Redigo und Valmet Vinka.
Der letzte offizielle Programmpunkt an diesem Tag war die ganz private
Flugshow der "Midnight Hawks", die genau über unseren
Köpfen tanzten.
Am Abend wurden wir von den Militärpiloten zu einem exquisiten
BBQ in den Officer's Club eingeladen.
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Freitag, 26. Juli 2002
An diesem Tag sollten wir von den Militärmaschinen Valmet Redigo
nach Pori, an die finnische Süd-Ost-Küste, geflogen werden,
aber das Wetter ließ auf eine Undurchfühbarkeit des Fluges
schließen. Nach längerem Warten wollten es die Piloten
trotzdem versuchen - und ich hinten drinnen, denn schließlich
musste ja einer der erste sein, der sich traut. Mein "Kapitän"
war immerhin der Leader der "Midnight Hawks", und der
bewies bereits, dass er fliegen kann.
Nach einem großartigen Tiefst-/Verbandsflug "in der Suppe"
mit den wendigen Geschossen, landeten wir auf dem internationalen
Flughafen von Pori; das Gepäck kam etwas später mit den
langsameren Kolbenmaschinen Valmet Vinka nach.

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Am Flughafen wurden wir von der Presse und dem
Sportfliegerclub von Pori erwartet. Nach der Einquartierung an der
"Finnair Air Academy" und dem Speisen in einem gehobenen
Fischrestaurant, durften wir uns die "Finnair Air Academy"
genauer ansehen. Wir bekamen eine kleine Einweisung und schon gings
unter Aufsicht des Finnair Chef-Piloten los: Flüge auf diversen
IFR-Trainern, und eine Platzrunde bei Nacht in einem "Beechcraft
Super King Air 350"-Full-Motion-Simulator.
Natürlich konnten wir uns die realen Flugzeuge im Hangar auch
ansehen.
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Samstag, 27. Juli 2002
Segelfliegen stand auf dem Programm! Und wir hatten traumhaftes
Thermikwetter!
Wir konnten zwischen dem polnischen Segler "PZL SZD-50 Puchacz",
mit dem auch leichter Kunstflug geflogen wurde, und dem deutschen
Hochleistungssegler "Schempp-Hirth Janus CT" entscheiden.
Ich flog als letzter an diesem Tag und genoss die traumhafte Thermik
im Janus somit etwas länger und vor allem intensiver, da wir
den "Puchacz" einfach auskurbelten.
Danach gab es grandioses BBQ am Flugplatz.
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Montag, 29. Juli 2002
Nachdem wir denn Sonntag für die Busreise zurück in die
Hauptstadt nutzten, waren wir am Montag wieder ausgeschlafen und
fit. Am Morgen waren wir beim nationalen Flag Carrier eingeladen:
Finnair.
Nach einer umfassenden Information über Finnair im Hauptsitz
wurden wir in die "Technical Area" am Flughafen Helsinki-Vantaa
geführt. Wir konnten diverse Checks an den Flugzeugen der Airbus
Familie, den Saab 340/2000, den MD-80 und den ATR42/72 beäugeln.
Anschließend waren wir im "Finnair Training Center"
eingeladen, wo wir diverse Full-Motion-Simulatoren aus allen Zeitäras
bewundern und sogar einen MD-80-Simulator ausprobieren konnten.
Am Abend wurden wir vom in Malmi ansäßigen Fallschirmspringer-Club
zum BBQ eingeladen.
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Dienstag, 30. Juli 2002
Am vorletzten Tag konnten wir der finnischen Luftfahrt-behörde,
der"Finnish Civil Aviation Administration", einen Besuch
abstatten. Nach einem langen, aber interessanten Vortrag über
die Zukunft der europäischen Luftfahrt gingen wir ins Nebengebäude,
wo sich die finnische "Air Traffic Controller School" und
deren imposanter 360°-ATC-Tower-Simulator befindet.
An unserem letzten Abend in Finnland gingen wir zum Abendessen in
ein berühmtes und dementsprechend teures Restaurant in Helsinki's
Innenstadt. |

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Mittwoch, 31. Juli 2002
An unserem Abreisetag hatten wir früh aufzustehen, da unser
Flug Helsinki früh am Morgen verließ. Somit packten wir
in Windeseile unsere sieben Sachen und stiegen abermals in einen
A320 der Finnair, der uns wieder nach Frankfurt brachte.
In Frankfurt angekommen, wurden wir bereits von den Österreichern
erwartet.
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Finnland war, wie oben erwähnt, bereits meine zweite
Reise im Zuge des International Air Cadet Exchange
und ich war auch 2002 hoch begeistert.
Ich finde den Grundgedanken des IACE einfach faszinierend und einzigartig,
da man die Chance bekommt, Luftfahrtbetriebe, militärische
Einrichtungen und verschiedene Kulturen in der Luftfahrt
kennenzulernen, die man als Privatperson nie zu Gesicht
bekäme. Und ganz nebenbei wird die Reiselust befriedigt.
Weitere Informationen unter www.iace.sub.cc!
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